Wem vertraut eine Mutter ihr Kind an?

Frauen verfügen über eine evolutionär entstandene Verhaltensbereitschaft, andere Personen selektiv in die Betreuung ihrer Kinder einzubeziehen – abhängig von ihrem subjektiv empfundenen Sicherheitsgefühl.

Mehr Kita-Plätze – und alles wird gut?

Diese These erhält besonderes Gewicht vor dem Hintergrund, dass die Bundesländer derzeit große Anstrengungen unternehmen, um den Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren voranzutreiben. Die Bundesregierung erhofft sich einen Anstieg der Müttererwerbstätigkeit durch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige ab Mitte des Jahres 2013.

Doch ist diese Erwartung berechtigt?

Fakt ist erstens: In Finnland arbeiteten weniger Mütter mit Kindern unter drei Jahren als in Deutschland im Jahre 2007 – obwohl Finnland häufig als Vorbild genannt wird, wenn es um Kinderbetreuung geht.

Fakt ist zweitens: Fast jede zweite Frau gab bei einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach an, sie fühle sich am wohlsten in der Rolle einer teilzeittätigen Mutter; diese Antwort wählten auch junge Frauen im Alter von 16 bis 29 Jahren im Jahre 2006 in Deutschland. Nur knapp jede fünfte junge Frau wünschte sich die Rolle der vollberufstätigen Mutter.

… und was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Sie sind bisher davon ausgegangen, dass der Ausbau des Betreuungsangebots für unter Dreijährige automatisch dazu beiträgt, dass deutlich mehr Mütter nach kurzer Unterbrechung in Vollzeit in das Unternehmen zurückkehren?

Gehen Sie eigene Wege!

 

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